Was ist ein Magenband?
Immer mehr Menschen, die an Adipositas leiden, entscheiden sich dafür ein Magenband einsetzen zu lassen. Doch was ist das eigentlich und wie funktioniert es überhaupt? Bei einem Magenband handelt es sich um eine Methode, die dazu dient, der Adipositas entgegen zu wirken, wo schon keine Diät oder Abnehmkur mehr hilft. Das Magenband gehört zu dem Bereich der Adipositaschirurgie, also der Therapie bei krankhaftem Übergewicht. Es ist ein medizinischer Eingriff, bei dem der Magen eingeengt wird, sodass eine deutliche und dauerhafte Gewichtsreduktion erreicht werden kann. Allerdings muss man dabei beachten, dass das Magenband wirklich nur das aller letzte Mittel sein sollte, um abzunehmen.
Bei dem Magenband handelt es sich um ein Silikonband, das um den Magenfungus gelegt wird. Dabei kann man den Durchmesser der Öffnung selbst variieren, in dem man mit Hilfe eines Ports, der in der Regel im Brustkorb liegt, das Magenband mit Flüssigkeit auffüllt. Es ist eine ziemlich teure Operation. Wenn diese allerdings aus medizinischer Sicht notwendig ist,wird sie von der Krankenkasse übernommen. Dabei müssen aber einige Faktoren erfüllt werden. Um ein Magenband bezahlt zu bekommen muss der BMI größer als 40 sein oder größer als 35 mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Diabetes oder Gelenkerkrankungen. Des Weiteren müssen vorher alle anderen bekannten konservativen Methoden getestet worden sein und das Risiko bei der Magenband-Operation darf nicht höher sein, als das von anderen Eingriffen.
Durch das Magenband kann man damit rechnen, dass man ungefähr 16 % des Ausgangsgewichtes verlieren wird. Außerdem geht es dem Betroffenen viel besser, da die subjektive Lebensqualität gesteigert werden kann. Der psychische Stress wird zu dem vermindert und somit können schwere Depressionen durch ein Magenband wieder besser werden. So eine Operation ist allerdings auch kein Zuckerschlecken und man muss mit Risiken und Spätfolgen rechnen. Durch zu große Nahrungsbrocken kann so ein Magenband schnell überfordert und die Öffnung des Magens verstopft werden. Außerdem kann sich der Port infizieren und Krankheiten auslösen und das Magenband kann sogar in den Magen schneiden und schwere Verletzungen herbeiführen.
Man sollte sich also wirklich sehr gut informieren bevor man sich ein Magenband einsetzen lässt, denn gewiss ist häufiges Erbrechen und dadurch ist die Gefahr von Zahnschäden und Aspiration gegeben.